V.Chr. - 1899

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

In der grenzwissenschaftlichen Literatur tauchen immer wieder angebliche Fälle auf, die Ufosichtungen oder gar konkrete Begegnungen mit fremdartigen Intelligenzen Vor Jahrhunderten und gar Jahrtausende beinhalten sollen. Im Folgenden werden einige dieser Fälle aufgeführt.

Vorzeit bis Ende des ersten Jahrtausends n.Chr.

Höhlenmalereien ab ca. 30 000 v.Chr.

In der Paläo-Seti-Literatur wird immer wieder auf verschiedene Felsbilder, so genannte Petroglyphen verwiesen, die angeblich unbekannte Flugobjekte und Wesenheiten darstellen sollen. Die ältesten Darstellungen dieser Art, mit einem Alter von mehr als 30000 Jahren finden wir in der Chauvet-Höhle in Frankreich (1). Neben Tier- und Jagddarstellungen finden sich auch immer wieder abstraktere Symbole in dieser Höhle, wie zum Beispiel Kreise, die in die Richtung gedeutet werden, es könnte sich um unbekannte Flugobjekte handeln.

Der bekannte Autor Hartwig Hausdorf etwa, fand in verschiedenen altsteinzeitlichen Höhlen Abbildungen, die er als mögliche Darstellungen unbekannter Flugobjekte deutet, so zum Beispiel in Altamira-Spanien, Naux, Les Combareilles, Rouffignac-Frankreich und so weiter (2). Auch Erich von Däniken befasste sich mit dem Thema und nannte zudem noch weitere Darstellungen aus anderen Teilen der Welt, etwa Australien, Brasilien und Afrika, auf denen häufig auch Gestalten mit Strahlenkränzen um die Köpfe zu sehen sind, die von Däniken in Richtung von Astronautenequipment gedeutet werden (3).

Leider haben die betreffenden Autoren darauf verzichtet kulturhistorische Vergleiche zu ziehen, die Darstellungen ersteinmal aus den bestehenden Kulturen zu erklären und so weiter, was dazu führt, dass es bei diesen Deutungen bei oberflächlichen Assoziationsbetrachtungen ohne wissenschaftlichen Wert bleibt.

Fußnoten

(1)Vgl. zum Thema zB. Franz 1980, S. 35 ff.

(2)Vgl. Hausdorf 2001, S. 15 ff.

(3)Vgl. Däniken 1991, S. 63 ff.

Quellen

Erich von Däniken: Die Steinzeit war ganz anders. Augsburg: Bechtermünz 1991

Leonhard Franz: Die Kultur der Urzeit Europas. Wiesbaden: VMA-Verlag 1980

Hartwig Hausdorf: Experiment: Erde. Die Zukunft, die schon gestern war. München: Knaur 2001

"UFO-Sichtung" durch Pharao Thutmosis III.1 462 v.Chr.

In einem Papyrusdokument, dass gerne der Herrschaftszeit von Thutmoses III. zugeschrieben wird, der zwischen 1504 und 1450 v. Chr. regierte und ein großer Kriegsherr war (1), finden wir womöglich eine der ältesten konkreten Ufosichtungsbeschreibungen der Weltgeschichte. Der Papyrus wurde von dem vatikanischen Prof. Tulli (man spricht auch von Tulli-Papyrus) 1953 von einem Kairoer Antiquitätenhändler gekauft (2) und erzählt im Inhalt von rätselhaften Erscheinungen am Himmel. In dem Text heißt es unter anderem:

"Im 22. Jahr, dritter Monat, erster Tag, in der sechsten Stunde...geschah es, daß die Schreiber im Haus des Lebens waren, als ein Feuerkreis am... Himmel erschien, ohne Kopf... (...) Diese Objekte leuchteten am Himmel wie die Sonne! (...)" (3)

Den Recherchen Michael Hesemanns nach weisen die stilistischen Merkmale des Papyrus tatsächlich auf seine Authenzität und eine Datierung auf die 18. Dynastie hin, ohne, dass diese Einordnung durch eine C14 Untersuchung weiter bestätigt wurde. (4)

Ein weiterer Forscher, der sich intensiv mit dem Tulli-Papyrus beschäftigt hat, ist Ulrich Magin. Noch 2002 kommt er nach ausführlichen Recherchen zu dem Schluss, dass sich eine Fälschung nicht ausschließen lassen, die Argumente für die Echtheit des Dokuments aber überwiegen würden. Weiter vermutet er damals, es könne sich bei dem geschilderten Ereignis um einen Meteoritenfall oder Nebensonnen handeln. (5)

2006 aber konnte er neue Erkenntnisse sammeln, die das Dokument doch als Fälschung ausweisen würden. Es zeigt sich, dass der Text exakt der Schreibweise eines seinerzeit viel verwendeten Lehrwerks zur ägyptischen Grammatik entsprecht und der einzige grobe Rechtschreibfehler in dem Text ausgerechnet in einer Zeile vorkommt, die nicht aus diesem Lehrwerk übernommen wurde. Aber noch ein weiterer Fehler schlich sich ein, so beginnt einer der Sätze mit einer Datumsangabe, die in dieser Form nur Nebensätze einleitet und auch in erwähnten Lehrbuch (allerdings tatsächlich einen Nebensatz einleitend) vorkommt.(6)

Aus diesem Zusammenspiel von Fehlern und Verwendung von Begriffen und Schreibweisen nach einem Lehrbuch, Magin betont die eigentlich sehr variantenreiche Nutzungsmöglichkeit der ägyptischen Sprache (7) ergibt sich die Schlussfolgerung, dass man also davon ausgehen kann, dass es sich bei dem Text um eine Fälschung und nicht um die Beschreibung einer Ufodsichtung aus der Zeit der alten Ägypter handelt.

Fußnoten

(1) Vgl. Posener (o.J.), S. 284

(2) Vgl. Magin 2002 http://www.mysteria3000.de/wp/?p=39 gesichtet am 23.02.2009

(3) Zit. n. Hesemann 1997, S. 73

(4) Vgl. a.a.O. S. 74 f.

(5) Vgl. Magin 2002 http://www.mysteria3000.de/wp/?p=39 gesichtet am 23.02.2009

(6) Vgl. Magin 2006, S. 43

(7) Vgl. ebd.

Quellen

Michael Hesemann: Die Wahrheit ans Licht. In: Magazin2000 Nr. 114 Dez./Jan. 1997/1. S. 72-75

Ulrich Magin: Neues vom Tulli-Papyrus. In: Mysteria3000 02/2002 http://www.mysteria3000.de/wp/?p=39

Ulrich Magin: Tulli-Papyrus ist gefälscht. In: Mysteries Ausg. 15. Nr. 3 Mai/Juni 2006. S. 43

Georges Posener (Hrsg.): Lexikon der ägyptischen Kultur. Wiesbaden: R. Löwit (o.J.)

586 v.Chr. Vision des Hesekiel (Ezechiel)

Vermeintliche UFO-Begegnung des biblischen Propheten Ezechiel

Erstmals tauchte die Spekulation, der Visionsbericht im ersten Kapitel des Prophetenbuchs des Ezechiel könne ein UFO beschreiben, in den 1960ern in UFO-Zeitschriften auf. Die Geschichte wurde unter anderem von George Adamski, Morris K. Jessup, Robert Charroux (z.B. Verratene Geheimnisse, 1965, Seitenzahlen???) und Erich von Däniken (z.B. Erinnerungen an die Zukunft, 1968, S. 65-68) aufgegriffen.

Link zum Bibeltext: http://www.bibleserver.com/act.php?text_ref=26001000

Literatur

  • Josef F. Blumrich: Da tat sich der Himmel auf (Ezechiel Kapitel 1 Vers 1). Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik. Düsseldorf/ Wien: Econ Verlag 1973. ISBN 3430113539 --- US-Patent 3,789.947 vom 5. Februar 1974
  • Hans Herbert Beier: Kronzeuge Ezechiel. Sein Bericht, sein Tempel, seine Raumschiffe, 1985

332 v.Chr.

"Fliegende Schilde" zerstören die Mauern von Tyros

776

"Fliegende Schilde" über der Eresburg (Sachsen)

Zweites Jahrtausend n.Chr. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts

1000-1799

UFOs über Nürnberg

1619

In der Schweiz wird ein langes Objekt beobachtet, das einen See entlang fliegt

Jun. 1750

Großer, sich langsam bewegender Feuerball (Edinburgh, Schottland)

Okt. 1755

Mehrmalige Sichtung von riesigen, hellen fliegenden Kugeln (Lissabon, Portugal)

Aug 1762

Astronomenpaar beobachtet enorm dunkles Objekt umgeben von glühendem, äußeren Ring (Basel, Schweiz)

Das 19. Jahrhundert

Sep. 1820

Gleichmäßige Formation fliegender Objekte führt perfekte 90 Grad; Drehung über der Stadt aus (Embrun, Frankreich)

Nov. 1833

Beobachtung (über 1 Std.) eines großen, quadratischen Lichtobjekts (Niagarafälle, USA)

1838

Fliegende Scheiben mit langen, orange glühenden Fortsätzen (Indien)

Mai 1845

Fliegende leuchtende Scheiben von Signor Capocci vom Capodimonte Observatorium beobachtet (Neapel)

18.06.1845

Mannschaftsmitglieder der Brigg Victoria beobachten 3 Lichtobjekte, die aus dem Meer kommen (Standort des Schiffes: 36° 40' 56 NB, 13° 44' 36OL)

1869-1871

40 Mitglieder der "England Royal Astronomical Society" berichten von verschiedenen geom. Mustern, großen Kuppeln, Brückenstrukturen und einem 50 Meilen (!) langen, sich bewegenden Objekt auf dem Mond

Jan. 1878

Vermutung: Die Zeitung "Adenison Daily News" verwendete als erste den Begriff "Untertasse für Berichte über UFOs

Aug. 1878

Die Professoren Swift und Watson berichten von 2, sich zwischen Merkur und der Sonne bewegenden Lichtkugeln

15.05.1879

Die Besatzung der H.M.S. Vulture beobachten seltsamen Lichter unter Wasser, die Lichtimpulse aussenden, sich drehenden riesigen Rädern ähneln und sich mit unvorstellbarer Geschwindigkeit bewegen

Jul. 1880

Ein rundes, erleuchtetes Luftschiff, dem 2 kleinere folgen bewegt sich an einer Schlucht entlang; es wird 3 Min. beobachtet bevor es geräuschlos verschwindet (St. Petersburg, Rußland)

Nov. 1882

Vom Observatorium in Greenwich (England) wird eine riesige grüne Scheibe mit dunklen Markierungen beobachtet; stattliche leuchtende Masse in der Form eines Torpedos (auch in Belgien und Holland gesichtet)

12.08.1883

Prof. Bonilla (Zacatecas-Observatorium, Mexiko) fotografiert UFOs vor der Sonnenscheibe

Feb. 1884

Das Observatorium in Brüssel sichtet einen extrem hellen Lichtpunkt auf der Venus, der sich 9 tage später hinaus in den Weltraum bewegt

18.10.1886

Der US Konsul von Venezuela berichtet in Maracaibo der Scientific American, daß ein helles Objekt, welches von einem summenden Geräusch begleitet war, über einer Hütte in Maracaibo erschien. Die Personen in der Hütte zeigten nach dem Vorfall Erkrankungen, die man heute als Strahlenkrankheit interpretieren würde. Die Bäume in der Umgebung der Hütte verwelkten in den nächsten 9 Tagen. [1]

Nov. 1887

Der Kapitän des Schiffes Siberian beobachtet 5 Min. lang, wie sich eine riesige Feuerkugel bei Cape Race aus dem Meer erhebt, sich gegen den Wind seinem Schiff nähert, und sich dann weg bewegt (berichtet von früheren, ähnlichen Ereignissen)

Apr. 1892

Der holländische Astronom Muller beobachtet, wie eine große schwarze Scheibe langsam die Mondoberfläche überquert

Mär. 1893

Die Besatzung der HMS Caroline beobachtet (2 Stunden lang) zwischen Schanghai und Japan eine Scheibenformation, die sich zwischen ihrem Schiff und einem 1800m hohen Berg nordwärts bewegt. Durch ein Teleskop ist zu erkennen, dass die Objekte rötlich gefärbt sind und Schweife hinterlassen


Aus der Antike sind Berichte von Sichtungen erhalten, die den Beobachtern ungewöhnlich erschienen. So ist die Rede von „fliegenden Schilden“, die über Schlachtfeldern auftauchten. Zeitlich nachfolgende, unscharfe Übersetzungen und Interpretationsvarianten haben zur Mystifizierung dieser Berichte beigetragen, so dass sie heute von einigen Menschen als EFV-Sichtungen gedeutet werden. Nach der Klosterchronik von St. Albans erschien in England am Neujahrstag 1254 „eine Art Schiff in der Luft, von anmutiger Bauweise und wunderbaren Farben“.

  • 1546 haben mehrere tausend Einwohner über Basel einen Schwarm glänzender Scheiben beobachtet. Das Ereignis sorgte für Aufsehen im gesamten Abendland.
  • 1886: der US-Konsul von Venezuela teilt dem bekannten Wissenschaftsmagazin "Scientific American" mit, dass am 24. Oktober des gleichen Jahres ein leuchtendes Objekt, welches von einem summenden Geräusch begleitet war, über einer Hütte erschienen sei. Die Bewohner der Hütte erkrankten daraufhin an einer Krankheit, die wir heute als Strahlenkrankheit bezeichnen würden. Auch die Bäume in der Umgebung fingen an zu verwelken.
  • 1896: Am 27. November 1896 erschien in der Zeitung The Tacoma Daily Ledger ein Bericht über ein Ehepaar, das in der Nacht ein fliegendes Objekt beobachtet haben will.

Siehe auch

Historische UFO-Sichtungen