Telekinese

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Telekinese (griech. τηλε, tēle-, „fern“ und κίνησις, kínēsis, „Bewegung“), auch Psychokinese, bezeichnet in der Parapsychologie die physikalisch nicht erklärbare Bewegung oder Ortsveränderung von Gegenständen, die durch geistige Einwirkung hervorgerufen werden soll.

Bislang gibt es keine wissenschaftlich anerkannten Beweise für die Existenz von Telekinese, und es ist auch keine wissenschaftliche Erklärung bekannt, die telekinetische Vorgänge in Einklang mit anerkannten naturwissenschaftlichen Kenntnissen bringen könnte.


Telekinese wird in der Parapsychologie erforscht. So versuchte Joseph Banks Rhine seit den 1920er Jahren, der Parapsychologie durch kontrollierte Versuchsanordnungen zur Anerkennung seitens der etablierten Wissenschaften zu verhelfen. In den 1970er Jahren experimentierte der deutsch-amerikanische Physiker Helmut Schmidt mit einem selbst entwickelten Zufallsgenerator auf der Basis von radioaktivem Zerfall, dessen Impulse in Lichtsignale umgesetzt wurden (d.h. entweder leuchtete ein rotes Lämpchen oder ein grünes auf). Versuchspersonen hatten die Aufgabe, diese Lichtsignale durch Gedankenkraft zu beeinflussen (z.B. das grüne Lämpchen solle häufiger aufleuchten als das rote). Von hochsignifikanten Ergebnissen wurden unter kontrollierten Bedingungen bei diesen Versuchen berichtet, allerdings war damit nicht die Möglichkeit verbunden, sie in Nachfolgestudien in erwarteter Höhe zu wiederholen. Mögliche Wirkungszusammenhänge konnten somit wissenschaftlich nicht bestätigt werden.

Eine 2006 durchgeführte Metaanalyse, in der 380 Studien über Psychokinese ausgewertet wurden, kam zu dem Schluss, dass Psychokinese nicht erwiesen ist (that psychokinesis is “not proven.”).Der Effekt der Psychokinese war – umgekehrt proportional – sehr stark abhängig zum jeweiligen Versuchsumfang und zudem extrem heterogen. Das heißt, Psychokinese konnte nur bei kleinen Stichproben gelegentlich beobachtet werden. Mit durchgeführten Monte-Carlo-Simulationsrechnungen kommen die Autoren zum Schluss, dass die Beziehung zwischen jeweiligem Versuchsumfang und beobachtetem Effekt, sowie der sehr geringen Größe des Effektes, ein Ergebnis eines Publikationsbias ist.

Auszug: http://de.wikipedia.org/wiki/Telekinese