Satelliten
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Ein (künstlicher) Satellit (lat. Leibwächter) ist in der Raumfahrt ein künstlicher Raumflugkörper, der einen Himmelskörper – wie einen Planeten oder einen Mond – auf einer elliptischen oder kreisförmigen Umlaufbahn zur Erfüllung wissenschaftlicher, kommerzieller oder militärischer Zwecke umrundet. Künstliche Satelliten, die auf einer eigenen Umlaufbahn einen anderen Körper als die Erde zu seiner Erforschung umlaufen, werden Orbiter genannt.
Dem gegenüber stehen die natürlichen Satelliten, welche auch als Monde oder Trabanten bezeichnet und gesondert behandelt werden.
Satelliten bezeichnet man nach den Aufgaben, die sie übernehmen
Erdbeobachtungssatelliten können Bilder für unterschiedliche Zwecke liefern, so die Wetter- und Spionagesatelliten. Diese Bilder können mit verschiedenen Techniken erstellt werden, zum Beispiel von Radarsatelliten. Nachrichtensatelliten erfüllen kommerzielle Aufgaben, während Amateurfunksatelliten privaten Zwecken dienen, siehe auch Satellitenkommunikation. Fernsehsatelliten übertragen Fernsehprogramme direkt an die Zuschauer, so dass erdgebundene Sende- und Kabelnetze entfallen können. Astrometriesatelliten beobachten das Weltall, hauptsächlich für wissenschaftliche Zwecke. Killersatelliten sind Satelliten, die dazu dienen, andere feindliche Satelliten zu zerstören. Forschungssatelliten dienen rein wissenschaftlichen Zwecken, z. B. Mikrogravitationsexperimenten. Spionagesatelliten dienen zum Ausspionieren z. B. feindlicher Staaten, Schiffsbewegungen und der Überwachung von Rüstungsbegrenzungsabkommen. Sie werden von militärischen Behörden und Geheimdiensten betrieben und sind oft streng geheime Projekte. Raumstationen sind ebenfalls Erdsatelliten, die primär wissenschaftlichen Zwecken dienen. Der Orbit von Erdsatelliten richtet sich nach ihren Aufgaben. Beobachtungssatelliten sollen möglichst tief fliegen. Spionagesatelliten fliegen manchmal so tief, dass die Reibung mit der Atmosphäre die Lebensdauer auf wenige Monate beschränkt. Damit Kommunikationssatelliten ortsfest über der Erde stehen, müssen sie die Erde in einem sehr großen Abstand umkreisen.
Zur Zeit (2006) beträgt die Anzahl der bekannten und aktiven Satelliten über 800 [1]. Darüber hinaus befinden sich mehrere tausende weitere künstliche Objekte (ausgediente Satelliten, Teile von Raketen und anderer Weltraummüll) im Erdorbit.
Beobachtung von der Erde aus
Zahlreiche größere Erdsatelliten können mit bloßem Auge als langsam über das nächtliche Himmelsgewölbe wandernde Lichtpunkte beobachtet werden. Mit speziellen Instrumenten ist es auch möglich, den Vorüberzug von Satelliten vor der Sonne zu beobachten. Manche Satelliten, wie die ISS, können eine scheinbare Helligkeit von −2,3 mag erreichen. Die Satelliten des Iridium-Systems erreichen unter bestimmten Umständen kurzzeitig eine scheinbare Helligkeit von bis zu −8 mag. Im Unterschied zu einem Flugzeug hat ein Satellit keine blinkenden, farbigen Lichter. Jedoch ändern sich bei einem Teil der Objekte die Helligkeiten durch Rotation oder eine Taumelbewegung. Teilweise werden Satellitenlichtreflexionen irrtümlich mit Sternen verwechselt.
Auszug aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Satellit_(Raumfahrt)
Satelliten als UFO-Stimuli
In klaren Nächten kann man viele Satelliten am Himmel beobachten. Sie zeigen sich oft als sternförmiges Licht, welches in einer geraden Bahn am Himmel vorbei zieht. Es kommt vor, dass das Licht pulsiert, was auf die Eigenrotation des Satelliten zurückzuführen ist. Viele Zeugen beschreiben eine Zick-Zack-Förmige Flugbahn, was auf den Autokinetischen Effekt im Auge zurückzuführen ist.
