Massensichtung Ruwa, Zimbabwe

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Der folgende Artikel entstammt dem Magazin 2000, Ausgabe Nr. 118, mit freundlicher Genehmigung von Michael Hesemann. Etwaige Rechtschreib- und Layoutfehler sind der Extrahierung und Texterkennung des Scans geschuldet.

Inhaltsverzeichnis

62 Schulkinder beobachten UFO-Landung


Der RUWA-Zwischenfall
„Nahbegegnungen der dritten Art" (engl: Close Encounters of the 3rd Kind - CE-3) nennt man in der UFO-Forschung Fälle von UFO-Sichtungen/Landungen, bei denen die Insassen beobachtet werden können. Solche Fälle sind eher selten, und zeichnen sich in der Regel dadurch aus, daß es nur wenige Zeugen gibt - während manche UFO-Manöver von Zehntausenden verfolgt werden, finden Landungen meist in äußerst entlegenen Gegenden statt. Die drei bestdokumentierten CE-3-Fälle mit mehreren Zeugen waren bisher die UFO-Landung auf Gran Canaria 1976 - Dutzende Zeugen beobachteten, wie eine durchsichtige Kugel mit zwei riesenhaften Humanoiden über einem Zwiebelfeld schwebte -, der Bentwaters-Zwischenfall 1980 - US-Soldaten wurden Zeugen einer UFO-Landung im Rendlesham Forest - und Woronesch 1989 - spielende Kinder und Erwachsene an einer Bushaltestelle sahen, wie ein kugelförmiges Objekt im Stadtpark niederging und zwei Humanoide heraustraten. Doch am 16. September 1994 ereignete sich ein UFO-Zwischenfall, der alles bisher bekannte in den Schatten stellte. Ein Unbekanntes Flugobjekt landete direkt neben dem Spielplatz einer Schule in Ruwa bei Harare, der Hauptstadt von Zimbabwe - und 62 Schulkinder wurden Zeugen dieser tatsächlich „unheimlichen Begegnung der dritten Art". MAGAZIN 2000-Chefredakteur Michael Hesemann flog nach Zimbabwe, um persönlich mit den Augenzeugen zu sprechen.

Der 14. September 1994 begann als ein ganz normaler Tag im Leben von Cynthia Hind. Es war schon Abend, doch es kühlte nur leicht ab, zu heiß war der Frühling im Hochland von Zimbabwe, dem Land südlich des mächtigen Sambesi-Flusses. Harare, seine Hauptstadt, war Cynthia zur Heimat geworden. Geboren in der Kapprovinz Südafrikas und aufgewachsen in einer ebenso wohlhabenden wie gebildeten Familie, hatte sie nach ihrer Heirat für ein paar Jahre in England gelebt, bevor sie sich mit ihrem Mann im damaligen Salisbury, im ehemaligen Rhodesien, niederließ. Ihr Vater hatte ihr dort eine Möbelfabrik vererbt, die Cynthias Mann übernahm, und in der sie tatkräftig mitarbeitete, bevor sie sich vollständig ihrer eigentlichen Leidenschaft, der Schriftstellerei und der Beschäftigung mit dem Unbekannten, zuwandte. Ihr erstes Buch, „UFOs -African Encounters" (UFOs: Afrikanische Begegnungen) erschien 1982 und wurde zum Kultbuch, weil es erstmals einem westlichen Leserpublikum klarmachte, daß der schwarze Kontinent keineswegs ein weißer Fleck für die UFO-Forschung ist. Trotzdem waren UFO-Sichtungen seltener als in den USA oder Europa, was an der dünnen Besiedelung - nur 11 Millionen Menschen leben in Zimbabwe -oder am mangelnden Interesse breiter Bevölkerungsteile an dem mysteriösen Himmelsgeschehen liegen kann, wie Cynthia meint. Doch sie ahnte nicht, als sie an diesem drückend heißen Mittwoch abend in ihrem Arbeitszimmer saß und ihre Korrespondenz studierte, wie bald sich das ändern würde.

Eine laute Explosion, gefolgt von der Vibration ihrer Fensterscheiben, riß Cynthia aus der Konzentration auf ihre Arbeit. Instinktiv schaute sie auf die Uhr: Es war 21.04 Uhr. Ein Schreck durchfuhr die korpulente Dame. Ihr Haus liegt in Mount Pleasant, dem Villenviertel von Harare, in unmittelbarer Nachbarschaft diverser Botschaften und nicht allzu weit entfernt vom Haus des Präsidenten.

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Ebenfalls ganz in der Nähe befindet sich das Haus, in dem Mengistu Asyl in Zim-babwe gefunden hat. Hatte es ein Attentat gegeben? Cynthia blickte aus dem Fenster, in ihren gepflegten Garten mit den farbenfrohen Blumenbeeten und dem Swimmingpool, der ihr schon so oft an heißen Frühlingstagen Erfrischung gespendet hatte, doch alles schien ruhig. Sie stand auf, ging zur Haustür hinaus in den Vordergarten, blickte in die abendliche Dunkelheit -nichts! Auch ihr Sohn und eine gute Freundin, die bei ihr wohnte, hatten den Knall gehört und schauten nach dem Rechten, und kurzerhand entschied sich das couragierte Trio, in den Wagen zu steigen und die Nachbarschaft zu inspizieren - irgendwie mußte man doch erfahren können, was geschehen war.

Als sie etwa eine halbe Stunde später nach Hause kam, klingelte schon das Telefon. Es sollte wieder und wieder klingeln, bis weit nach Mitternacht. Wie Cynthia erfuhr, war das, was sie aufgeschreckt hatte, ein Überschall-Knall gewesen, hervorgerufen durch eine rätselhafte Himmelserscheinung, die über das ganze Land hinweg die Menschen in Aufregung versetzte.

Die Ariel-Schule in Ruwa, Zimbabwe, wurde am 16. September 1994 zum Schauplatz einer UFO-Landung - Blick auf die Klassenhäuser und den Pausenhof

RAUMSCHIFF ODER WELTRAUMMÜLL?

Im gesamten Süden des afrikanischen Kontinentes, von Südafrika über Botswana, den Süden Sambias, ganz Zimbabwe und bis nach Mozambique. hatten Menschen das abendliche Schauspiel beobachtet. Die meisten Berichte stammten vom Kariba-See im Norden Zim-babwes, einem Ausflugsgebiet mit Dutzenden von Schiffen, die nachts im See vor Anker lagen und ihren Besatzungen den freien Blick auf den Abendhimmel ermöglichten. Unter den Anrufern waren ein Arzt, zwei Piloten, der Cheffunker des Kariba-Sees, der Besitzer eines bekannten Safari-Lagers und ein persönlicher Freund von Cynthia, der seine Yacht auf dem See liegen hatte. Sie alle beschrieben dasselbe: Eine Reihe von Lichtern zwischen zwei raketenartigen Kegeln, die manchmal schneller, manchmal langsamer flog und den See überquerte, zuerst von Nord nach Süd, dann, nach einer Kursänderung, von Ost nach Südwest. Cynthia beschloß, die Presse zu informieren, doch beim „Herald", der größten Tageszeitung von Harare, hatte man schon von den Lichtern gehört. Ein lokaler Astronom war bald in der Lage, die Erscheinung als „spektakulären Meteorschauer" zu identifizieren, eine Erklärung, die Cynthia zunächst als logisch erschien, auch wenn eine ganze Reihe von Details, von denen die Zeugen sprachen, in eine ganz andere Richtung deutete.

Eine Woche später meinte der Geologe Prof. Ewan Nesbitt, der zum Zeitpunkt der Sichtung gerade auf dem Weg nach London war, man hätte ihn am Greenwich Observatorium darüber informiert, daß ein Teil eines am 26. August gestarteten russischen Satelliten am 14. September über Südafrika in die Erdatmosphäre eingetreten sei. Wie Cynthia später erfuhr sollen Fragmente in Karoi, nordwestlich von

Cynthia Hind
Harare, und am Chokwe-Fluß in Mozambique entdeckt worden sein. Auch das überzeugte Cynthia nicht, da viele Zeugen eindeutig von Richtungsveränderungen des mysteriösen Lichtphänomens gesprochen haben, was für Re-entry-Phänomene (Wiederein tri tts-Phänomene) eher untypisch ist. Für sie jedenfalls steht fest, daß zumindest einige der beschriebenen Phänomene eine ganz andere Ursache haben - unbekannte Flugobjekte, außerirdische Besucher, die neugierig den Absturz des russischen Satelliten begleiteten. Doch so faszinierend Cynthias Hypothese auch war, die Ereignisse ließen ihr nicht viel Zeit, dem Fall weiter nachzugehen. Nur zwei Tage später, am Nachmittag des 16. September, einem heißen Frühlingstag, erhielt sie gegen 14.00 Uhr einen Anruf von Tim Leach, dem BBC-Korrespondenten für Zimbabwe, mit dem sie befreundet war. „Cynthia, hast du schon von der UFO-Landung heute morgen gehört?" fragte dieser aufgeregt, was die UFO-Lady verneinte. „Ja, heute morgen um 10.15 Uhr, direkt neben einer privaten Grundschule in Ruwa, 20 Kilometer östlich von Harare! 62 Kinder wollen ein Raumschiff und seine Insassen gesehen haben. Die haben jetzt Wochenende, aber Montag fahre ich gleich hin. Kommst du mit?" Cynthia ließ sich nicht zweimal bitten. Doch sie war nicht der Typ, der ganze zwei Tage warten kann, sie begann sofort mit ihren eigenen Nachforschungen zu dem Fall. Sie rief einen Bekannten in Ruwa an, einen Tierarzt, der ebenfalls von dem Vorfall gehört hatte und sogar Eltern kannte, deren Kinder die Schule besuchen. Die Ariel-Schule (benannt nach dem Erzengel) wurde 1991 gegründet, weil einige wohlhabendere Bewohner von Ruwa ihre Kinder nicht auf eine staatliche Grundschule schicken wollten, deren Standard nicht der beste ist. Ihr Direktor Colin Mackie engagierte exzellente Lehrer und entwickelte einen breitgefächerten Lehrplan, der durch ein ausgedehntes Sportprogramm für die Nachmittage ergänzt wird. Die Schule wurde zum Geheimtip, ihr guter Ruf sprach sich bis nach Harare um, und viele Eltern scheuten nicht einmal die halbstündige Anfahrt. Aus den 18 Schülern, mit denen man angefangen hatte, wurden bis 1994 über 200, meist aus Mittelstand und Oberschicht und buntgemischt allen ethnischen Gruppierungen entstammend: Schwarze, Farbige und Weiße lernen hier, eine Gemeinschaft zu bilden. Sie sind zwischen 5 und 12 Jahre alt, besuchen die Klassen 1 bis 7.

DIE ERSTE UNTERSUCHUNG

links: Nahaufnahme der Landestelle, unten: Der an den Pausenhof angrenzende Sumpf und der Busch, vor dem das UFO landete

Die erste Schülermutter, die Cynthia anrief, war Alyson Kirkman, eine Physiotherapeutin, deren Tochter Fifi (10) die Schule besuchte. Alyson, so stellte sich heraus, war eine indirekte Zeugin der Ereignisse. Wie andere Mütter half sie in dem Büdchen auf dem Pausenhof aus, in dem Getränke und Süßigkeiten an die Kinder verkauft werden. „Luke Nel, einer der älteren Schüler (12 Jahre), kam angerannt und erzählte mir ganz aufgeregt, daß er einen kleinen Mann in einem silbernen Anzug gesehen hätte, mit einem silbernen Band um die Stirn, der um den Spielplatz herumgelaufen sei." „Nimm mich auf den anderen Arm", meinte die Mutter kühl. Sie dachte an einen Streich, vermutete, man wolle sie nur weglocken, um anschließend den Kiosk mit all den Süßigkeiten zu „plündern". „Es kamen noch andere Kinder, und sie waren wirklich aufgeregt. Sie meinten, ein weißliches Objekt sei in vielleicht hundert Metern Entfernung von ihnen gelandet. Es soll irgendwie geglüht haben, einige Kinder erwähnten einen Sirrton in der Luft. Nach einiger Zeit stieg es auf, kam näher. Einige Kinder wurden hysterisch vor Angst, vor allem so ein kleines Mädchen." Trotzdem sah sie keinen Anlaß, das Büdchen zu verlassen - insbesondere nicht für etwas, das, wie sie glaubte, nicht existiert. Auch Alysons Tochter Fifi wollte das Objekt gesehen haben, und als Cynthia darum bat, wurde sie mit dem Mädchen verbunden, das ihr seine Geschichte erzählte. Ein „silberweißes Licht", so Fifi, sei hinter den Bäumen gelandet, während man ein leichtes Sirren hören konnte. Einige Kinder wollen kleine Männer in schwarzen Anzügen mit „komischen Augen" gesehen haben, doch Fifi, die zu weit entfernt war, konnte sie nicht erkennen. Das nächste Telefonat führte Cynthia mit Barry Downing, einem elfjährigen Schüler. „Zuerst sah ich das Gedränge am Ende des Spielplatzes, dann sah ich das Objekt selbst. Es war von einem Ring blitzender Lichter umgeben, dann strahlte ein helles Licht auf, und das Objekt verschwand und tauchte sofort an einer anderen Stelle wieder auf. Das geschah dreimal. Dann kam etwas, das wie eine kleine schwarze Kugel aussah, herunter und landete nahe der Gummibäume. Einige der Kinder sahen einen kleinen Mann, der auf dem Objekt erschien, in Schwarz gekleidet, mit einem langen, dürren Hals und Augen wie Rugby-Bälle. Der kleine Mann verschwand und erschien wieder, während wir von einem Windhauch erfaßt wurden." Fungai Mavengare, ein dritter Schüler, konnte zwei kleine Männer erkennen, die von dem Objekt herunterkletterten und vor den Augen der Kinder auf und ab liefen, als seien sie verwirrt. Ihre Bewegungen waren wie in Zeitlupe. Immer deutlicher wurde für Cynthia das Bild dessen, was sich am Morgen des 16. Septembers bei der Ariel-Schule ereignet hatte - es war ein Fall, wie sie ihn in dieser Dimension noch nicht erlebt hatte. Am Montag morgen traf sich Cynthia mit Tim Leach, und zusammen mit Cynthias Sohn Michael, dem Techniker Gunter Hofer und einem Kameramann fuhren sie die 20 Kilometer hinaus nach Ruwa. Der Weg führt vorbei an den Vororten der Landeshauptstadt, quer durch eine sattgrüne Steppe, vorbei an mächtigen, grauen Felsen, aufgetürmt wie zu einer surrealistischen Skulptur. Nachdem man die Tankstelle und den Supermarkt von Ruwa passiert hat biegt man links ein, in einen Landweg, der an einer Reihe kleinen Farmen und ausgedehnten Strecken Busches vorbeiführt. Schließlich erreicht man die Schule, gekennzeichnet durch ein sauberes Schild mit dem Schulwappen: Eine Ansammlung langgestreckter, einstöckiger Häuser, in denen sich die Schulverwaltung und die Klassenzimmer befinden. Davor der ausgedehnte Parkplatz, links davon die Sportanlage, dahinter der Schulhof/Spielplatz, eine weite, gepflegte Grasfläche, durch einen Sumpf, den ein Damm abgrenzt. Dickicht und einen Trampelpfad getrennt von einem Waldstück, an dem eine Elektrizitätsleitung vorbeiführt - hier, etwa hundert Meter vom Spielplatz entfernt, soll das UFO gelandet sein. Das Dickicht ist für die Schulkinder „off limits", nicht nur. weil sich von Zeit zu Zeit mal eine Schlange in das Feuchtgebiet verirrt, sondern vor allem, weil es schwer überschaubar ist.

LANDESPUREN?

Tom, Cynthia und ihre Begleiter wurden begrüßt von Schuldirektor Colin Mackie, der bereits selber die Initiative ergriffen und die Kinder gebeten hatte, ihre Beobachtung zu zeichnen. „Ich glaube wirklich nicht an UFOs, aber die Kinder lügen nicht. Sie würden mich nicht anlügen", erklärte er den Forschern. Nachdem er ihnen eine Reihe von Zeugen vorgestellt hatte, machte sich die Gruppe auf, nach Spuren der Landung zu suchen, begleitet von zwei Zeugen, Guy Gibbons und Fungai Mavengere, beide zwölf Jahre alt. Beide waren überzeugt, daß die Landung zwischen dem dritten und

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vierten Pfeiler der Oberlandleitung stattgefunden hatte, doch als die Gruppe das fragliche Gebiet absuchte, konnte sie keine Spuren entdecken. Guy Gibbons jedoch wußte, daß am Freitag, gleich nach der Landung, eine Gruppe von Schülern mit ihrer Lehrerin die richtige Stelle identifiziert und sechs deutlich erkennbare Brandspuren entdeckt hat. Zudem verwies er auf die zahlreichen Ameisenlöcher in dem Gebiet, und das völlige Fehlen von Ameisen, was ihm zumindest als ungewöhnlich erschien. Am Freitag, so der Junge, hätte er Hunderte toter Ameisen herumliegen gesehen. Gunter Hofer untersuchte die angebliche Landestelle mit seinem Geigerzähler, konnte jedoch nur leichte radioaktive Anomalien feststellen. In einem anschließenden Interview erzählte Guy Gibbons ihnen seine Geschichte. Er hätte auf dem Schulhof gespielt, als er durch das aufgeregte Lärmen und Zusammenlaufen seiner Mitschüler darauf aufmerksam wurde, daß „da irgend etwas los war". Er lief hin und sah „dieses runde Objekt auf dem Boden und einige kleinere daneben. Während er noch immer fasziniert auf das Objekt starrte, kletterte ein kleiner Mann heraus und lief in der Gegend herum. Der Mann war etwa so groß wie ein Sechsklässler. Er hatte langes, glattes, schwarzes Haar und trug einen eng-anliegenden, schwarzen Anzug. Seine Augen waren riesengroß und irgendwie schrägstehend. Er hatte nur einen kleinen Schlitz, wo unser Mund ist. Eine Nase konnte ich nicht erkennen. Während ich das alles noch beobachtete, fingen zwei der kleineren Kinder zu weinen an. Ich ging zu ihnen, fragte sie, warum sie weinten. Sie meinten, daß sie Angst hätten, daß der kleine Mann kommen und sie auffressen würde." Offensichtlich hielten sie das Wesen für einen Tokoloschen, einen Kobold. Afrikanische Mütter pflegen ihren Kindern zu sagen: „Sei brav oder der Tokolosch kommt und frißt dich." Als er das hörte, bekam es auch Guy mit der Angst zu tun. Als der Junge nach Hause kam, glaubten ihm seine Eltern nicht. Obwohl sie wußten, daß Guy normalerweise nicht lügt, war es ihnen unmöglich, die Geschichte ihres Sohnes zu akzeptieren. „Es gibt nichts, was sie überzeugen würde", erklärte er Cynthia, „ich kann nichts dagegen tun. Ich kann das nur alles für mich behalten."

Schuldirektor Colin Mackie

Was Cynthia am meisten beeindruckte, war die offensichtliche Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit der Kinder. Man konnte buchstäblich spüren, daß sie die Wahrheit sagten und sich bemühten, das Erlebte so genau wie möglich in Worte zu fassen. Natürlich gab es Widersprüche, Ungereimtheiten, aber auch die ließen sich bald erklären: Einige Kinder konnten mehr Details als andere erkennen, weil sie einfach die bessere Perspektive hatten. Einige kletterten auf in den Spielplatz eingelassene Baumstümpfe, um besser sehen zu können, während andere, vor allem kleinere Schüler, verzweifelt versuchten, in dem Gedränge überhaupt über ihre Vordermänner hinwegsehen zu können. Zudem sahen einige der Kinder das Geschehen in verschiedenen Phasen: Das Erscheinen des Objektes, seine Landung, das Auftauchen der Wesen. Trotzdem stimmte eine ganze Reihe wichtiger Details überein. Cynthia spürte mit dem Instinkt einer guten Schriftstellerin und erfahrenen UFO-Forscherin, daß sie es hier mit einem Fall von Weltrang zu tun hatte. Und er ging durch die Medien. BBC berichtete am nächsten Tag, das südafrikanische und holländische Fernsehen folgten an den Tagen und Wochen danach, und durch Cynthias Initiative wurde auch ein UFO-Experte von Weltrang auf den Ruwa-Zwischenfall aufmerksam.

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Der Harvard-Psychiater Prof. John E. Mack, der sich im Dezember 1994 auf einer Forschungsreise durch Afrika befand. Mack, dessen Fachgebiet Kinderpsychologie ist, war fasziniert, als er zwei Tage lang die Kinder von Ruwa interviewen konnte. Auch für ihn stand fest: Die Schüler und Schülerinnen sagten die Wahrheit.
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Und für viele von ihnen war die UFO-Landung eine Erfahrung, die sie zutiefst prägte, bis hin zu schweren Traumata, Alpträumen und, in einem Fall, Bettnässen. Prof. Mack sprach unter anderem mit drei Kindern, die den Schulhof verlassen, sich in das Dickicht gewagt und dem Raumschiff sehr nahe - nach Angaben eines der Kinder bis auf „drei bis vier Meter" gekommen waren. Sie beschrieben alle mehrere Wesen und konnten einem davon direkt in die Augen schauen. Und sie erkannten, daß das große Raumschiff von mehreren ster... die kleineren Objekte befanden sich alle rundherum um das große Raumschiff...
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Ich sah zwei Aliens. Einer stand (vor dem Raumschiff), er hatte ein längliches Gesicht und (ovale) Augen und ich sah zwei Löcher, aber keine Nase, und sie hatten normale Arme... und normale Beine... und ich sah einen dieser Männer bei dem Raumschiff, es war so, als würde er das große Raumschiff bewachen, und einer lief herum, lief im Gras herum... er lief etwas torkelnd. es sah nicht so aus, als würde er irgendwohin gehen, er lief da einfach nur herum. Und er lief wieder, aber nur eine kurze Strecke, und er ging zurück zu dem Schiff und verschwand, und das Schiff ging vielleicht einen Meter hoch und dann verschwand es, und die Kleinen genauso", erzählte ein weißes, blondes Mädchen Professor Mack. „Ich sah dieses Objekt, das von kleinen Wesen umgeben war.
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Es war ein großes Raumschiff mit einer Art Untertasse darauf (Kuppel) und einige kleine Raumschiffe, die über dem Boden schwebten, und sie waren von kleinen Lichtern umgeben. Wenn man sie anschaute, waren sie grünlich. Und sie hatten eine Art grünes Fenster, aber man konnte dahinter nichts sehen, es war wie so ein dunkles Sonnenschutzfen-

schwebte, und es war ziemlich groß, und da waren Kleinere drumherum, und es sah so aus, als würden sie das Raumschiff wechseln... die Wesen aus den Raumschiffen liefen in verschiedene Richtungen. Es sah aber nur so aus... sie liefen... da draußen... es waren seltsame Wesen. Ich sah eines ganz besonders, andere Kinder sahen mehr, einige Kinder weinten, und ich trö-

stete sie, denn da war nichts Besorgliches dabei... ich weiß nicht warum ich das sagte... die Leute weinten und ich drehte mich um und schaute, ob sie noch da waren, und ich sah dieses Wesen und es hatte große Augen und einen schwarzen Körper... es war vor dem Raumschiff, zwischen dem Raumschiff und uns... es war ein wenig größer als ich... es stand da und starrte mich und (meine Mitschülerin) Salma an, die die Leute herbeigerufen hatte, es starrte, und wir versuchten, ihm nicht in die Augen zu schauen, denn das machte uns Angst.
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Seine großen Augen machten uns Angst... es war so, als wollte es mir sagen: Ich will dich. Ich will, daß du mit mir kommst. ... Meine Augen folgten ihm, meine Gefühle... ein Teil von mir wollte mit... aber ich hatte Angst, etwas sagte mir, ich sollte nicht gehen, aber etwas sagte, daß ich wollte...
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ich denke, sie wollen, daß die Leute wissen, daß wir dem Planeten Schaden zufügen und nicht zu technologi-siert werden sollen... das kam mir in den Kopf, mein Gewissen, als das Wesen mich anschaute", meinte ein zweites, weißes, blondes Mädchen.


„Die Augen waren wie spitz zulaufend. Ich sah seine Nase und seinen Mund nicht, aber die Augen waren sehr groß. Sie waren schwarz. Es sah so aus, als würde es und alle anschauen. Ich bekam Angst. Ich hatte Angst, weil ich so ein Wesen noch nie gesehen habe. Zuerst dachte ich, es sei der Gärtner, aber seine Augen waren so groß, und meine Freunde meinten, es sei ein UFO. Er hatte lange, schwarze Haare. Er stand neben dem Schiff. Und da war noch ein zweiter, der ging herum wie in Zeitlupe. Und da waren kleinere Schiffe, die um das Große herum schwebten. Es waren einige. Sie tauchten auf und verschwanden wieder... ich sah sie und dann sah ich sie wieder nicht. (Der Alien schaute) traurig... er schaute einfach schrecklich und traurig... ich fühlte Mitleid

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für ihn... aber ich hatte auch Angst. Er tat mir leid, denn ich hatte das Gefühl, er könne keine Liebe empfinden... daß er Liebe brauche... ich dachte, daß die Welt vielleicht enden würde, daß sie kämen, um uns zu sagen, daß die Welt enden wird... irgendeine schlechte Nachricht... weil wir uns nicht um den Planeten kümmern und die Luft zerstören... als ich heimkam, fühlte ich mich schrecklich, weil ich dachte, die Welt würde zu Ende gehen, und wir hätten bald keine Luft zum Atmen mehr. Er sagte nichts, aber die Augen schauten schrecklich (und irgend etwas von seinen Augen sagte mir das)", erzählte ihm Lisel Pillay (damals 11), ein farbiges Mädchen.

Im Mai 1995, auf einer Konferenz der „Human Potential Foundation" in Washington D.C., sah ich das erste Mal die Filmaufnahmen von Prof. Macks Interviews mit den Ruwa-Kindern. und ich setzte einiges daran, eine Reise nach Zim-babwe vorzubereiten, um persönlich mit ihnen zu sprechen. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

REISE NACH RUWA

Am Donnerstag, dem 13. März 1997 landete ich in Harare, pünktlich für einen Vortrag, den Cynthia für mich an der Universität von Zimbabwe organisiert hatte - die von mir gewünschte Gelegenheit, endlich vor Ort in Ruwa recherchieren zu können. Im Hochland von Zimbabwe herrschte noch Regenzeit, die längste und intensivste seit Jahren, und obwohl ich mich eine Woche zuvor mit Schuldirektor Colin Mackie verabredet hatte, konnte ich ihn jetzt nicht mehr erreichen, die Schlammfluten hatten wieder einmal zu einem Zusammenbruch der Telefonleitungen geführt. So fuhr ich am Freitag morgen kurzerhand nach Ruwa, um mein Glück zu verbuchen. Mr. Mackie begrüßte mich in sportlichem Poloshirt und Baseballkappe - und der Nachricht, ich sei ausgerechnet am „Sports Day" der Schule gekommen. Obwohl er sehr beschäftigt war, zeigte er mir die Landestelle, überließ mir seine Sammlung von Originalzeichnungen der Kinder und stellte mir frei, mich auf eigene Faust auf die Suche nach Augenzeugen zu machen. Die freundliche Schulsekretärin konnte mir gleich weiterhelfen. Sie hatte Lisel gesehen, eine Zeugin, die die Schule bereits vor einem Jahr verlassen hatte, um auf die High School zu gehen, wie eine ganze Reihe der älteren Kinder, die 1994 dabei gewesen sind. Lisel hatte eine jüngere Schwester auf der Ariel-Schule, und die hatte sie zum Sports Day begleitet. Also machten wir uns auf die Suche nach ihr. Lisel Pillay erwies sich als blitzgescheites, äußerst hübsches farbiges Mädchen von 13 Jahren, und sie war gerne bereit, mir zu erzählen, was sie damals gesehen hatte. Ich bemühte mich beim Interview, ihre Aussagen nicht zu beeinflussen und einengende Begriffe wie „UFOs" oder „Außerirdische" zu vermeiden. Für Lisel war das Objekt ein „Schiff, das Crewmitglied eine „kleine Person", und dabei beließen wir es. Und das war Lisels Geschichte: „Ich sah einige Lichter aufleuchten, etwa auf Höhe des Dammes (auf der anderen Seite des Sumpfes, MH). Plötzlich sahen wir so ein komisches silbernes Ding. Meine Freunde und ich liefen herüber, um zu sehen, was es war. Es war rund, wie eine silberne Halbkugel oder ein Teller. Dann sahen wir, wie jemand herauskam. Er trug einen schwarzen Anzug und war ziemlich klein. Und sein Augen waren groß und schwarz. Sie bedeckten fast das gesamte Gesicht. Die Lehrer hatten eine Konferenz. Wir gingen und erzählten ihnen, was geschehen war, doch sie glaubten uns nicht. Dann gingen sie schließlich mit uns heraus, doch da war das Schiff bereits verschwunden." Ist das Schiff, wie du es nennst, zu den Bäumen herübergeflogen ? „Nein, wir sahen nur, wie die Lichter aufflackerten. Dann, plötzlich, sahen wir es bei dem Felsen da. Dann sahen wir diese Person, die da so rauskam und stehenblieb und uns anstarrte. Da bekamen wir alle Angst. Deshalb gingen wir und sagten den Lehrern Bescheid." Wie lange dauerte die Sichtung? „Ich denke, es waren drei Minuten, bis es verschwand."

Haben alle Kinder es gesehen?

„Wir alle sahen es. Beinahe jeder. Ich bin sicher, jeder, denn der ganze Spielplatz war voller Kinder."

Dieses Wesen, das du gesehen hast, wie hat es ausgesehen?

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„Wir sahen zwei Leute", korrigierte mich Lisel. „einer hatte lange, schwarze Haare, der andere war kahl und beide hatten große Augen. All die kleineren Kinder hatten Angst und weinten. Seine Hautfarbe war hell, er war recht kurz, hatte große, schwarze Augen. Ich konnte seine Nase nicht sehen, da war nichts. Und sein Mund war sehr klein. Er befand sich auf unserer Seite von dem Ding, ein zweiter war auf der anderen Seite. Der eine hatte lange, schwarze Haare, der andere war kahl, und beide hatten diese großen Augen. Das alles war vor den Bäumen, aber das hohe Gras erschwerte die Sicht."

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Was hast du gedacht, als du die Wesen gesehen hast, weshalb, glaubst du, sind sie gekommen?

„Ich denke, sie kamen herunter, um uns vor etwas zu warnen, etwas, das mit unserer Welt zu tun hat. Man konnte, wenn man sie sah, irgendwie sehen, daß sie harmlos waren, sie wollten uns nichts tun. Wir haben uns alle gegenseitig erzählt, was wir dachten, weshalb sie wohl gekommen waren. Und die meisten dachten dasselbe wie ich." Hast du danach noch oft daran gedacht? Hast du davon geträumt? „Ich träumte davon, ja, ich hatte schreckliche Alpträume. Ich träumte, daß sie an mein Bett kamen, um mich zu holen. Aber jetzt nicht mehr."

Bist du mal an die Stelle gegangen, wo das Schiff gelandet war?

„Ich nicht. Ich hatte Angst. Aber unsere Lehrerin ging hin. und sie erzählte uns, sie hätte Mengen von toten Ameisen und toten Vögeln gesehen, die da herumlagen."

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Ich bat Lisel, mir die Stelle zu zeigen, an der sie das UFO-Aufnahme aus Kanarraville/Utah, Herbst 1994 von Steve Thomsen. Die meisten Ruwa-Kinder stimmten überein, daß „ihr UFO" dem fotografierten Objekt ähnelte Objekt gesehen hatte, und mir aus der Erinnerung das Schiff und das Wesen zu zeichnen. Zum Dank schenkte ich ihr einen UFO-Kalender, nicht ohne die 13 Fotos als weiteren Test zu benutzen: „Lisel, zeig mir doch mal, welches Objekt auf den Bildern dem, das du gesehen hast, am ähnlichsten sieht..." Lisel blätterte vorsichtig und langsam den Kalender durch, sah sich Lehrer, der mir nach einem kurzen Gespräch anvertraute, er würde zwei Zeuginnen kennen, und der sich bereiterklärte, sie zu holen. Ein paar Minuten später standen Trisha Neil (12) und Emily Windrom (11) vor mir. Beide sind Freundinnen, weiß. Trisha war groß, fast dürr und blond, Emily etwas kleiner, braunhaarig. Beide tragen die Schuluniform für Mädchen, himmelblaue, schlichte lange Kleider, auf dem Kopf knallrote Stoffhütchen. „Wir sahen einen Haufen Kinder, die sich in einer Ecke des Spielplatzes drängten, und Amy (eine Klassenkameradin) kam und rief mir zu, mitzukommen und nachzusehen, was es war. Es war einfach ein glänzendes Objekt dort drüben im Busch. Alle Kinder erzählten, sie hätten Außerirdische und so gesehen, doch die Lehrer meinten nur: ,Vergeßt es, das war nichts'. Ich sah keine Außerirdischen oder so, ich fürchte, ich war zu weit entfernt, nur ein glänzendes Objekt, jedes Foto intensiv an, bevor sie sich entschied. „Das da!", meinte sie und zeigte auf eine Aufnahme, die im Herbst 1994 bei Kanarra-ville im US-Staat Utah entstand. Ich dankte Lisel noch einmal, ließ mir ihre Adresse geben, sie bat mich um -und bekam - die Adresse von Professor Mack. Während ich auf dem Pausenhof filmte, traf ich einen freundlichen, vollbärtigen
links: Lisel Pillay zeichnet ihre Sichtung
und es hatte viele Lichter drumherum." Auch Emily sah bloß „dieses wirklich glänzende Objekt im Busch. Jeder stand drumherum, wie Trisha schon sagte. Zwei Mädchen sahen es zuerst und sie sagten uns, wir sollten schnell kommen, und da war dieses leuchtende Ding im Busch dort drüben. Es war irgendwie rund auf der Unterseite und dann flach." Ich bat beide, ihre Sichtung zu zeichnen und mir im UFO-Kalender zu zeigen, welche Aufnahme „ihrem" Objekt am ehesten ähnelte. Beide schwankten zwischen dem Utah-Foto, das Lisel gewählt hatte, und einem anderen Objekt, und entschieden sich schließlich für ein Foto aus Montemorelos/ Mexiko vom Sommer 1994, nicht ohne zu betonen, daß „ihr" UFO „nicht diese Kugeln da unten" gehabt hätte. Zwischenzeitlich hatte der freundliche Lehrer zwei Jungen gefunden, der eine schwarz, der andere weiß, beide zehn Jahre alt, mit kurzen Khaki-Hosen und kurzarmigen Khaki-Hemden und den üblichen roten Stoffhütchen. „Wir sahen so ein silbriges Ding da drüben bei den Bäumen", erzählten sie mir, „Es war in der großen Pause, und wir durften nicht auf den Trampelpfad. Das Ding landete und es stand da vielleicht zwei oder drei Minuten lang, dann tauchten zwei oder drei Leute auf, die drumherum standen. Das war wie in einem Comic, das Ding hatte vier Beine und war ziemlich groß, und drei Personen kamen heraus." Die Wesen hätten schwarze Anzüge getragen und große, schwarze Augen gehabt. „Sie waren da auf einem Ameisenhügel gelandet, und schließlich stieg das Ding wieder auf, so etwa doppelt so hoch wie ich groß bin (also ca. zwei Meter), und dann verschwand es, es verschwand einfach." Bei der Durchsicht des Kalenders entschieden sich die beiden Jungen für dasselbe Foto wie Lisel, die UFO-Aufnahme aus Utah. Ich dankte den Jungen und verabschiedete mich von Mr. Mackie und seiner Sekretärin, wir verabredeten uns für Montag früh, 9.00 Uhr. Dann sollte ich, wie der Schuldirektor mir versprach, zwei Schulklassen voller UFO-Zeugen treffen und den ganzen Vormittag mit ihnen verbringen können. Ich versprach, den Kindern jede nur denkbare Frage zu beantworten, ob es nun um UFOs oder mein Heimatland Deutschland ginge.
Lisels Zeichnung
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Um ein Uhr war ich mit Robyn Selous verabredet, einem elfjährigen Mädchen, das ebenfalls zu den Zeugen gehörte. Robyns Mutter war Direktorin einer Fabrik in Ruwa, eine gepflegte, freundliche farbige Geschäftsfrau. Robyn war ein kleines, schmales Mädchen mit brauner Haut, lockigen, braunblonden Haaren und großen, braunen Rehaugen. Sie war ein wenig scheu und schüchtern, doch nachdem ich ein wenig mit ihr gesprochen hatte, schien sie mich zu mögen, und erzählte mir freimütig ihr Erlebnis: „Es war in der großen Pause und jeder spielte, und plötzlich liefen alle zusammen, jeder lief da hin, und ich auch, und alle hatten Angst und ich auch. Ich weinte, und ich wußte nicht, was los war. Viele sagten, sie hätten Außerirdische und UFOs gesehen, und so bekam ich Angst. Die Lehrer hatten eine Konferenz. Ich hatte so viel Angst, daß ich zur Toilette lief und mich einschloß, doch die Lehrer glaubten uns nicht. Sie sagten uns, wir sollten ein Bild malen von dem, was wir gesehen hatten, und das machten wir. Sie glaubten uns noch immer nicht. Ich hatte so viel Angst, ich konnte nicht einmal meiner Mutter davon erzählen." Hast Du selber etwas erkennen können? „Ich kam ziemlich früh aus dem Klassenzimmer und ich sah bei den Bäumen dieses Ding, das auf den Bäumen gelandet war, und da leuchteten Lichter. Es war, als sei es auf den Bäumen gelandet. Es war nicht ganz rund, sondern eher oval, und es hatte eine gewölbte Oberseite, es war nicht flach. Und Lichter gingen da ganz herum. Man konnte keine Türen oder so etwas erkennen. Meine Freunde sagten, sie sahen drei Dinger, die da herauskamen, mit runden Gesichtern. Ich sah sie nicht. Ich ging nicht näher heran, ich hatte Angst. Ich lief in mein Klassenhaus (die Ariel-Schule besteht aus einem Verwaltungstrakt und fünf Häusern, in denen sich jeweils drei Klassenzimmer befinden), ich ging auf die Toilette, ich weinte und hatte Angst, ich hatte Angst, daß sie kommen, um uns zu holen." War es etwas Reales wie, sagen wir mal, eine Helikopterlandung, oder mehr wie eine Vision? „Es war unheimlich." Ja, aber mehr real oder mehr wie eine Vision? „Real."

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Und war es mehr verschwommen oder zweidi-mensional oder war es ein strukturiertes Objekt?

„Strukturiertes Objekt!" Bei der Durchsicht der Fotos des UFO-Kalenders schwankte Robyn zwischen den Aufnahmen aus Mexiko (für die sich Trisha und Emily entschieden hatten) und dem Utah-Bild (das Lisel und die beiden Jungen ausgewählt hatten). Robyns Mutter ergänzte: „Erst drei Tage nach dem Ereignis sprachen wir darüber. Ich erfuhr davon durch jemand anderen. Als ich sie darauf ansprach, zögerte sie. Ich mußte das regelrecht aus ihr herauspressen. Es war, als hätte sie Angst, starke Angst davor. Dann erhielten wir Eltern einen Brief von Mr. Mackie. Er meinte, wir sollten dem ganzen Rummel nicht allzu große Beachtung schenken."

unten: Robyn Selous, Zeichnung

BESUCH BEI CYNTHIA

Am Nachmittag war ich mit Cynthia Hind verabredet, die mir ihre Unterlagen zu dem Fall übergab und mir Videoaufnahmen der Ruwa-Kinder zeigte, die damals, am Montag nach der Landung, vom BBC gemacht wurden. Darunter war ein Interview mit Amy Candas, jenem Mädchen also, durch das Trisha und Emily auf das Phänomen aufmerksam wurden. „Ich und meine Freunde Ciaire, Hailey und Camilla spazierten über den Pausenhof, als wir dieses mondfar-bene Ding sahen, das da oben schwebte und erschien und wieder verschwand, und wir folgten ihm und stellten uns auf einen dieser Baumstümpfe (die zum Balancieren auf dem Pausenhof eingelassen sind, MH), und wir schauten und wir sahen dieses silbrige Ding, es glänzte. Wir wollten dahinlaufen, doch Ciaire meinte, wir dürften das nicht, aber ich sagte, das macht nichts, so gingen wir näher heran und sahen dieses silberne Ding, und wir dachten zuerst, es könnte ein Haus da oben auf dem Felsen sein, mit Glas oder einem Silberdach, das reflektierte und glänzte, aber das war ja unmöglich, denn es gab da gar kein Haus, und wir warteten ein paar Minuten, und dann hörten wir so einen Flötenton. und wir gingen näher und näher heran, und ich sah diese schwarze Person, die sich wie in Zeitlupe bewegte, und ich wollte sie nicht sehen und schaute weg. und als ich wieder hinschaute, war sie weg.&quot

Claire Rickson

Ciaire Rickson. heute 12. sollte mir später erzählen: „Wir befanden uns auf dem Schulhof und sahen ein rötliches Licht, das am Himmel glitzerte, und weil es auftauchte und wieder verschwand, liefen wir da herunter. Und wir sahen ein großes, weißes, silberfarbenes Leuchtobjekt, direkt bei dem Felsen, und wir sahen Aliens in engen schwarzen Anzügen, die Gesichter frei, die wie in Zeitlupe da herumzulaufen schienen. Man konnte das Schiff nicht wirklich sehen, denn es war wie ein riesiges Licht. Aber es war real. Ich hatte Angst und war aufgeregt zugleich und ich war ziemlich ärgerlich. daß die Lehrer uns nicht glauben wollten." Im BBC-Interview ergänzte sie: ..Diese Gestalt im Gras schaute mich an, und wir l meine Freundin und ich) erschreckten uns, und wir liefen wieder zurück, weil wir .Angst hatten."

Fortsetzung folgt

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