Gadebusch

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Allgemeine Sichtungsdaten

Fall Nummer: 20080111
Sichtungsdatum: 11.01.2008
Sichtungszeit: 08.20 MEZ
Postleitzahl: 19205
Sichtungsort Gadebusch
Bundesland: Mecklenburg Vorpommern
Sichtungsland: Deutschland
Zeugen: Mehrere
Klassifikation: DD
Bewertung: Problematic UFO
Identifikation: Keine
Ermittlungen: Ruhen derzeit
Untersucher: MUFON-CES, UFO-Datenbank.de
Quelle: Zeitungsartikel und Zeugenaussagen


Sachverhalt

Sachverhalt: Mehrere Schüler des Gymnasiums in der Agness-Karll.Straße bemerkten gegen 08.20 Uhr am Himmel eine Art Windhose, die sich von oben kommend nach unten ausbreitete. Die Farbe dieses Gebildes war zunächst grau. Etwa 3-4 Minuten später erschien am oberen Ende der Windhose eine Art Feuer, d.h. das Gebilde fing an zu leuchten. Dieses Leuchten breitete sich langsam nach unten hin aus. Die Fotos, die in der Presse abgebildet waren, wurden um 08.27 Uhr gemacht, also etwa 7 Minuten nach auftreten des Phänomens. Nach 12 Minuten Beobachtungsdauer, also 08.32 Uhr, forderte die Lehrerin der Klasse wieder zum Unterricht auf. Um 08.40 Uhr verließen die Schüler das Gebäude, um in einem anderen Gebäude die nächste Stunde zu beginnen. Vorher konnten sie nochmals das Phänomen beobachten.

Fragen bezüglich dessen, ob das Gebilde irgendwann den Boden berührte, konnten nicht geklärt werden, da den Schülern sich keine weitere Gelegenheit zur Beobachtung bot.


Diskussion und Bewertung: Parallel zu den offiziellen Untersuchungen der MUFON-CES hat auch die UFO-Datenbank eigene Untersuchungen angestellt. Hierbei handelte es sich größtenteils um das Überprüfen der angegebenen Lösungsvorschläge. Diese wollen wir nun besprechen:

Lösungsvorschlag 1: Kondensstreifen

Die Kondensstreifentheorie scheint in sofern wahrscheinlich, als dass zum Sichtungszeitpunkt eine Maschine über Gadebusch hinweg flog. Ungeklärt ist aber, ob die Maschine zu diesem Zeitpunkt wirklich einen Kondensausstoß hatte. Laut Angaben der Flugsicherung passt kein Flugverkehr zum Sichtungszeitrahmen. Es passierte ein Flugzeug den Ort Richtung Südwest. Also kommt das Flugzeug auch nicht als Auslöser der Beobachtung in Betracht. Weiterhin spricht dagegen, dass der Kondensstreifen auf dem Foto subjektiv gesehen nach unten, und zwar in einem Winkel von 90° zeigt. Ein Kondensstreifen am Himmel, der nach hinten weg geht, sollte der Logik nach immer schmaler werden.

Lösungsvorschlag 2: Kaminschlot

Hierfür war es wichtig, die Sichtungsrichtung genau zu ermitteln. Die Zeugen gaben als Richtung Südost an, was später mit dem Kompass ebenfalls ermittelt wurde. In Sichtungsrichtung haben wir bis in 20 km Entfernung alles nach vorhandene Schornsteine abgesucht. Die Suche verlief negativ. Der Einwurf, es sei ein Industrieschornstein, der in Leezen steht, kann ebenfalls ausgeschlossen werden. Der Schornstein befindet sich in Richtung Osten und ist somit nicht mit der wirklichen Sichtungsrichtung in Verbindung zu bringen.

Lösungsvorschlag 3: Ein Objekt, welches brennend zu Boden fällt

Diese Variante ist verlockend, aber sie erklärt ebenfalls nicht, warum der Kondensstreifen sich so zeigt, wie er es tut. In wieweit die Sonne für das Leuchten verantwortlich ist, ist ebenfalls unklar. Wir müssen bedenken, dass es im letzten Jahr ebenfalls eine Sichtung über Gadebusch gab, mitten in der Nacht, als keine Beleuchtungsquellen für den Effekt verantwortlich sein konnten.

Schlussbetrachtung: In Gadebusch ist kein UFO abgestürzt. Es handelt sich um einen natürlichen Verursacher, nur welcher das war, bleibt ungeklärt. Das Phänomen jetzt mit aller Gewalt identifzieren zu wollen, halte ich für den falschen Weg. Fakt ist, dass die angebotenen Lösungsvorschläge nicht wirklich stimmen können. Man könnte den Fall mit ungenügende Daten schließen, allerdings ist die Bewertung Problematic UFO besser, da das Objekt schon einige anomale Merkmale aufweist, die bislang nicht geklärt werden konnten. Der Sichtungsstatus hält auch die Option offen, den Fall nochmals aufzurollen.

Quelle

http://www.ufo-datenbank.de/europa/Deutschland/sichtung1.php?id=489

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