Fermi-Paradoxon
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Das Fermi-Paradoxon beschäftigt sich mit der Möglichkeit auf außeriridische Lebensformen zu treffen.
Die Drake-Gleichung versucht deren Anzahl abzuschätzen, in dem sie mehrere Variablen aufführt, die jedoch außer einer alle unbekannt sind. Enrico Fermi stellt dem gegenüber: wenn es tatsächlich andere fortgeschrittene Zivlisationen gibt, dann müsste es auch welche geben, die weiterentwickelt sind. Diese müssten in der Lage sein, das umgebene Weltall zu besiedeln. Nach einiger Zeit würden diese dann den nächsten Expansionsschritt durchführen. Nach einer sehr kurzen Zeit (gemessen am galaktischen Alter) wäre unsere gesamte Milchstraße besiedelt. Also wo sind sie? Warum haben wir nicht eine einzige Spur von intelligentem Leben, zum Beispiel Sonden, Raumschiffe oder Radioübertragungen, gefunden?
Das Fermi-Paradoxon lässt sich daraus folgend ableiten:
Die weitläufig verbreitete Meinung, das Universum behause viele, technologisch fortgeschrittene Zivilisationen, kombiniert mit unseren Beobachtungen, welche das Gegenteil behaupten, ist paradox. Dadurch nahe gelegt, müssen entweder unser Verständnis oder unsere Beobachtungen fehlerhaft bzw. unvollständig sein.
Es ist anzumerken, dass das Fermi-Paradoxon auf folgenden, kritisch zu betrachtenden Annahmen basiert:
- 1. Annahme: Eine außerirdische Zivilisation, die so fortschrittlich ist, dass sie andere Systeme besiedelt, hat Interesse daran, sich weniger entwickelten Kulturen mitzuteilen.
Es ist jedoch aus ethischen Gründen zweifelhaft, dass eine hoch entwickelte Zivilisation den evolutionären Prozess einer Kultur beeinflusst, welche ihrerseits noch nicht in der Lage ist, sich in andere außerirdische Kulturen einzumischen. Ferner ist es nicht einsichtig, warum eine um vielleicht mehrere Millionen Jahre weiter entwickelte Zivilisation überhaupt das Bedürfnis haben sollte sich den Menschen mitzuteilen.
- 2. Annahme: Hoch entwickelte Zivilisationen verfolgen territoriale Ambitionen.
Das territoriale Streben des Menschen ist mitunter eine Folge seines evolutionsbiologischen Erbes: Höhere Säugetiere kämpfen um ihr Territorium, um genügend Nahrung und die Aufzucht der Jungen zu gewährleisten. Es mag plausibel sein, dass sich eine Kultur, die vielleicht Millionen von Jahren älter ist als die menschliche auch auf anderen Systemen ansiedelt. Dass sie jedoch erpicht darauf ist sich möglichst schnell und möglichst breit auszudehnen, ist mindestens so spekulativ wie die gegenteilige Behauptung.
- 3. Annahme: Eine um mehrere Millionen Jahre weiter entwickelte Zivilisation ist nach wie vor an eine körperlich/materielle Existenz im dreidimensionalen Raum gebunden.
Auf unserem aktuellen Wissensstand können wir kaum eine begründete Behauptung in diesem Zusammenhang aufstellen. Angesichts der Tatsache, dass die Religionen jeder noch so unterschiedlichen Kultur auf unserem Planeten allesamt von einer nicht-körperlichen Existenz ausgehen und es zumindest zahlreiche Überlieferungen anderer Existenzformen gibt, scheint diese dritte Annahme ebenfalls ebenso spekulativ zu sein, wie ihre gegenteilige Behauptung.
Fazit: Bei genauerer Betrachtung ist das Fermi-Paradoxon schnell gelöst bzw. ad absurdum geführt. Es stellt sich die Frage nach dessen Aussagewert.
Quelle: http://lexikon.calsky.com/de/txt/f/fe/fermi_paradoxon.php
