Exobiologie
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Exobiologie ist ein besonders in den letzten Jahren sich verbreitender Wissenschaftszweig, der das Problem des organischen Lebens auf anderen Himmelskörpern erforscht und damit eine Querverbindung zwischen mehreren klassischen Wissenschaften zieht - vor allem der Astronomie, Biologie und Chemie. Der Begriff geht historisch vor allem auf G. A. Tichow zurück, der bereits 1953 die Bezeichnung »Astrobotanik« einführte. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen waren damals zwar umstritten, die Bezeichnungen Astrobiologie und Exobiologie sollte sich aber im Laufe der folgenden Jahre durchsetzen. Dabei überschneiden sich beide Fachbereiche in weiten Teilen. Neben allgemeinen astronomischen Untersuchungen sowie experimentellen Arbeiten im Rahmen der Biologie auf der Erdoberfläche waren es vor allem die Erfolge der Raumfahrt, die in neuerer Zeit die Exobiologie aber vor allem die Astrobiologie förderten. In diesem Zusammenhang sei das Absetzen eines ersten extraterrestrischen Biolabors auf der Marsoberfläche im Jahre 1976 im Rahmen des Projekts Viking erwähnt. Zur Astrobiologie rechnet man vor allem die Untersuchung der Bedingungen, denen der menschliche Organismus bei der bemannten Raumfahrt ausgesetzt ist. Die Astrobiologie berührt damit auch das Gebiet der sog. Raumflugmedizin. Echte exobiologische Lebensformen sind natürlich noch nicht untersucht worden, aber schon auf der Erde leben einige sehr von einander zu unterscheidende Lebensformen, die wohl zur Zeit auch auf anderen Planeten unseres Sonnensystems erfolgreich existieren könnten.
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