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Warum wurden unsere Gehirne größer und größer? |
Nik
Nexialist
  

Dabei seit: 18.01.2005
Beiträge: 4.269
Herkunft: Tarn Vedra
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Welcher selektive Druck sollte das denn sein und wie so sollte er die Größe des Gehirns verändern? Ich denke das der momentane selektive Druck eher geistiger Natur ist und nicht biologischer, außerdem ist das Gehirn extrem dynamisch und passt sich im Grunde ständig an, nur scheint es beim Homo Sapiens nicht notwendig zu sein, noch größer zu werden.
| Zitat: |
| Beispiele für Meme sind nach Dawkins: „Ideen, Melodien, Gedanken, Schlagworte, Kleidermoden, die Kunst, Töpfe zu machen oder Bögen zu bauen“. Meme vermehren sich demnach im Mempool, „indem sie von Gehirn zu Gehirn springen durch einen Prozeß, den man im weitesten Sinne als Imitation bezeichnen kann“ und unterliegen ebenso wie Gene Mutation und Selektion. |
Wenn ich mir den Begriff Meme so anschaue, sehe ich da nichts wirklich neues, außer ein neues Wort für den Begriff der kulturellen Entwicklung.
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Wir verspotten, was wir nicht verstehen.
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08.04.2011 15:02 |
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targ3t
Foren Experte
 
Dabei seit: 07.04.2011
Beiträge: 3.128
Herkunft: Golgafrinchams Survivor von ArcheB
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ich weiss nicht ob du das in der tiefe schon erfasst hast *vorsichtig behaupte*
Auszug aus dem Interview
Haben Sie Belege für eine Ko-Evolution von Genen und Memen?
Um die Kopiermaschine Mensch leistungsfähiger zu machen, müssen Meme Gene zwingen, immer bessere memverbreitende Maschinen zu konstruieren. In unserer Naturgeschichte war das Gehirn gezwungen, viel schneller und unter Inkaufnahme viel höherer Kosten zu wachsen, als aufgrund des biologischen Vorteils allein zu erwarten wäre – denken Sie nur an den hohen Energieverbrauch des Hirns oder das Geburtsrisiko aufgrund des großen Kopfes menschlicher Babys. Es ging eindeutig auch um den Vorteil der Meme. Darum habe ich prognostiziert, dass jene Hirnregionen des Menschen, die größer sind als etwa bei Schimpansen, für das Imitieren zuständig sein sollten. Genau das hat sich jüngst herausgestellt.
Susan Blackmore Die Tyrannei der Meme Porträt - GEO Dezember 2003
Warum wurden unsere Gehirne größer und größer? war die frage des themenstartes
@Nik ueber die momentane hirnevolution hab ich etwa die gleiche meinung
sagen wir mal es gibt 3 formen :
sackgasse bzw Stop bis evtl zum untergang geweit
warten (oder aenderungen finden in nicht messbaren nuancen statt)
sprung (mutation) ein unterschied zu vorher
ich denke wir warten grad
blackmore erklaert praktisch das der beste imitator(idee->umsetzung)die besten karten hatten gene weiterzugeben
mehr hirn = imitationsfaehiger (bessere ideen,usw)
von urmensch gesehn iss das mehr hirn was wir haben schon sehr sinnvoll(wenn man es richtig einsetzt)
kann die bücher jedem evolutionsfan ans herz legen
die theorie kann auch noch mehr erklaeren als nur hirnmassenwachstum am urmensch oder kultur und sprachentwicklung des menschen
__________________ Schnauze - sonst komm ich ,und fäll den Baum auf dem du lebst
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von targ3t: 12.04.2011 22:44.
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12.04.2011 22:36 |
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Asmodel
Erst kurz hier


Dabei seit: 04.07.2011
Beiträge: 13
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Eigentlich kann man den Ausführungen von Pertti kaum noch was hinzufügen.... aber ein paar Kleinigkeiten vielleicht noch:
1. In der Tat verbraucht das Gehirn ausgesprochen viel Energie im Vergleich zum Rest des Körpers. Die Neandertaler waren eher Fleisch- als Allesfresser wie wir und hatten demzufolge auch wenig Problem, diesen Energiehaushalt zu decken.
2. Eine Verkleinerung des Gehirn dürfte ein ganz normales Phänomen der "Verhausschweinung" sein. Auch bei Hausschweinen im Vergleich zu Wildschweinen, Haushunden im Vergleich zu Wölfen und so weiter nimmt die Hirnmasse ab. Das dürfte wesentlich damit zusammenhängen, daß die überlebensrelevanten Sinne, Muskel- und Kreislaufleistung nicht alle immer auf Höchstleistung laufen müssen, ohne daß zu befürchten steht, daß der nächste Säbelzahntiger einen aus dem Genpool entfernt.
3. Ein ganz niedliches Beispiel hab ich im Internet gefunden, wo jemand die Größe und Kapazität von Festplatten im Laufe ihrer "Evolution" verglichen hat. Die erste IBM-Festplatte von 1956 wog eine Tonne, bestand aus 51 magnetisierbaren Scheiben von jeweils 61 cm und hatte eine Kapazität von 5 MB. Heute gibt es schon Standardfestplatten mit 3 TB, die 3,5'' groß sind und gerade mal 200g wiegen. Soll heißen, die Größe sagt gar nichts aus (siehe Wal), alles eine Frage der Datendichte, Verschaltung und Zugriffszeit. Kleiner ist so gesehen besser: das verringert die Laufwege der elektrochemischen Impulse...
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14.07.2011 14:48 |
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